Bauten

Pfarrkirche St. Agatha

Am 10. Mai 1684 konnte die heutige Kirche durch Weihbischof Sigismund von Konstanz eingeweiht werden. Der ganze Kirchenbau und die Ausstattung konnte damals durch Spenden bezahlt werden. Nach der Abrechnung blieb noch Geld übrig um Kirchenparamenten zu kaufen.

Zwischen 1677 und 1971/72 erlebte die Kirche zwei grosse und einige kleinere Renovationen. 1996/97 wird der Kirchturm renoviert und bekommt seine ochsenblutrote Haube. Die Kirche von Neudorf besitzt eine reiche und künstlerisch wertvolle Ausstattung. Das Chorgestühl zählt zu den schönsten Gestühlen, die sich in schweizerischen Landkirchen befinden.

Hl. Agatha - Kirchenpatronin von Neudorf
Der 5. Februar ist ihr Gedenktag. Die hl. Agatha wurde aber nicht nur in Feuergefahr um ihre Hilfe angefleht, sondern auch bei Krankheiten, besonders bei Brustkrankheiten. Neudorf war früher ein bekannter Wallfahrtsort. Elf umliegende Gemeinden sind einmal im Jahr zur Hl. Agatha nach Neudorf gepilgert. Als man 1850 erstmals bei der französischen Versicherungs-Gesellschaft «Phönix» Haus und Hof gegen Feuerbrunst versichern konnte, waren die Bittgänge nach Neudorf nicht mehr so aktuell.

Das Chorgestühl zählt zu den schönsten Gestühlen, die sich in schweizerischen Landkirchen befinden.

Die Orgel und ihre Geschichte
1830 Bau einer Orgel durch Orgelbauer Joseph Willimann, Rickenbach.
1874 Revision durch Orgelbauer Friedrich Goll, Luzern.
1901 Bau einer pneumatischen Membranladen-Orgel durch Carl Th. Kuhn Männedorf,
         mit 15 Registern auf 2 Manualen und Pedal.
1945 Revision und Holzwurmbekämpfung durch Orgelbau Th. Kuhn AG, Männedorf.
1973 Bau einer neuen, mechanischen Orgel im alten Gehäuse von Kuhn durch Orgelbauer Walter Graf, Sursee,
         mit 16 Registern auf 2 Manualen und Pedal.
1987 Revision durch Orgelbau Graf AG, Sursee.
2002 Revision durch Orgelbau Graf AG, Sursee. Bei dieser Gelegenheit wurde eine Rückwand eingebaut.

Quelle: Orgelverzeichnis Schweiz und Liechtenstein, von Peter Fasler, Hochbergerplatz 1, 4057 Basel

Pfarrkirche St. Agatha Neudorf
Hauptportal St. Agatha Neudorf
St. Agatha Neudorf innen
St. Agatha Neudorf innen
St. Agatha Neudorf innen
Hochaltar St. Agatha Neudorf
Chorgestühl St. Agatha Neudorf
Chorgestühl St. Agatha Neudorf
Chorgestühl St. Agatha Neudorf
Ausschnitt Chorgestühl St. Agatha Neudorf
Ausschnitt Chorgestühl St. Agatha Neudorf

Pfarrhaus

1565 wurde südlich der Kirche das grosse Pfrundhaus im spätgotischen Stil vom Stift Münster errichtet. Zum Pfarrhof gehörten auch noch der Pfrund- und der Pfaffenacher. Bevor das Pfrundhaus gebaut war, wohnte der Kaplan im Haus neben der Pfarrkirche, das heute noch steht. Weil die Kapläne nach dem Konzil von Trient (1545-63) verpflichtet wurden Schulunterricht zu geben, wurde in diesem Haus auch die erste Schulstube für Neudorfer Kinder eigerichtet.

Ende des 18. Jahrhunderts wurde es renoviert. An der Südseite wurde ein rechteckiges Treppenhaus angebaut, welches  bei der Renovation 1976/77 wieder entfernt wurde. Das zum Pfarrhaus gehörende Waschhäuschen, das in der Pfarrmatte stand, wurde schon früher entfernt.

Informationen

Pfarramt St. Agatha

Schulhausstrasse 21
6025 Neudorf

041 930 16 66
Mail

Öffnungszeiten:
Dienstag von 8.00 – 11.30 Uhr

Pfarrhaus und Scheune St. Agatha Neudorf

Die Beinhauskapelle und der Friedhof

Das Baujahr der ersten Beinhauskapelle ist nicht bekannt. Nach einem Bild von 1766 stand sie auch westlich der Pfarrkirche und war mit der Kirchhofmauer verbunden.

1633 liess Leutpriester Gebistorf «den läbendigen zur Besserung ires Läbens und den abgestorbenen aber zuo einer fürdernuss zur Ewigen Ruh, Freud und Seligkeit» das Beinhaus im Innern durch KASPAR BAEUTLER, Säckingen, mit einer dekorativen Rankenmalerei ausmalen. 1770 war die Kapelle wirklich eine Beinhauskapelle, denn sie war mit Gebeinen von Verstorbenen total belegt. Pfarrer Häfliger liess am 23. April zwei grosse Gräber ausheben. 20 Mann waren fünf Stunden mit dem Aushub beschäftigt. Die gesamte Jugend musste nach dem Rosenkranz während Stunden diese Gebeine aus dem Beinhaus in die Gräber tragen. Unter feierlichem Glockengeläute wurden diese Gräber anschliessend eingesegnet. Dann folgte die Renovation der Kapelle.

1777 wurde die heutige Friedhofkapelle gebaut. Das von einer dreiflächig gebrochenen hohen Holzdiele überdeckte Innere ist kahl.
Der Altar stammt aus der Stiftskirche Beromünster, wo er 1633 durch Propst Bircher als Kreuzaltar in der nördlichen Apsis errichtet wurde. 1777 schenkte er diesen Altar in die Totenkapelle von Neudorf. Erhalten ist nur das kahle, aus grauem Stanser Marmor und weissem Alabaster bestehende Retabel, ein seltenes Beispiel für einen Steinaltar. Die Kapelle wurde 1970/71 letztmals renoviert.

Der Friedhof
musste mehrmals erweitert werden. 1556 und 1617 mussten die Friedhofmauern erneuert werden. Beim Bau der Kirche 1677/78 wurden die Mauern erhöht.
In den Jahren 1842 bis 1856 wurde der Friedhof total saniert.

Beinhaus von St. Agatha Neudorf
Altar Beinhaus St. Agatha Neudorf

Die Pfrund- oder Zehntenscheune

Leider ist das genaue Baujahr der Pfarrpfrundscheune nicht bekannt. Sie dürfte aber etwa Mitte des 17. Jahrhunderts erbaut worden sein. In diese Scheune mussten die Leute jedes Jahr den Zehnten abliefern.

Der Pfarrer hatte hier aber auch seine Kühe und sein Brennholz untergebracht. Chorherr Schnarrwiler hatte hier sein Bienenhaus und von den Pfarrherren Häfliger und Leemann wissen wir, dass sie hier ihre Pferde im Stall hatten.

2003 wurde die Pfarrscheune renoviert und zugleich die Schnitzelheizung für Schulhaus, Kanzlei, Pfarrhaus und Kirche eingebaut. Das Scheunentor wurde aufgefrischt und nun sind die Farben rot-gelb und das Stiftswappen mit den beiden Löwen wieder gut erkennbar

Kapelle Maria Mitleiden – Gormund

An der Strasse Luzern – Beromünster steht auf einem von weither sichtbaren Moränenhügel die Wallfahrtskapelle mit der Kaplanei.Vor über 500 Jahren, so erzählt die Legende, hörte ein Bauer abends oft lieblichen Gesang, und die Bauern der Umgebung sahen über dem Hügel ein helles Licht. Diese wundersamen Zeichen veranlassten die Bewohner der Gegend dazu, einen Bildstock – ein „Helgenhüsli“ – zu Ehren der Muttergottes aufzustellen.Die älteste gesicherte Nachricht zur Kapelle ist der Weihebrief von 1509, ausgestellt durch den Weihbischof von Konstanz. Die Kapelle wurde zu Ehren von Maria Mitleiden und Maria als Jungfrau geweiht.

Die im Jahre 1509 errichtete Kapelle wurde im Lauf der Jahre baufällig und ist für die grosse Anzahl der Pilger zu klein geworden.

So wurde 1621 die gotische Kapelle teilweise abgebrochen und vier Jahre später fand die Einweihung des erneurten und vergrösserten Baus statt. 1630 entstand neben der Kapelle das Kaplanenhaus.

In den Jahren 1742-1744 bekam die Kapelle eine neue barocke Ausstattung. 1865-1874, 1942, 1948 fanden Kapellenrenovationen statt. 1985 wurde die letzte Renovation nach denkmalpflegerischen Richtlinien durchgeführt.

Die reiche künstlerische Ausstattung der Kapelle ist den Schenkungen der Chorherren des Stifts Beromünster und den Mitgliedern der Bruderschaften „Maria Mitleiden“ und „St. Wendelin“ zu verdanken.

Frommer Kram von der «Ständligurre»
In der Vorhalle der Kapelle befand sich früher ein kleiner Laden, in dem eine «Ständligurre» frommen Kram feilbot. Weil es oft vorkam, dass «fromme Pilger» während des Gottesdienstes mit der Verkäuferin um die Preise feilschten und so das heilige Geschehen störten, liess das Stift die «Krambude» ans Weglein hinunterstellen. Wie lange sie dort gestanden hat, ist nicht bekannt.
Später konnte man im kleinen «Lädeli» im Sigristenhaus Kerzen kaufen, die man vor dem Gnadenbild brennen liess. Heute kann man die Opferkerzen wieder in der Vorhalle kaufen und auch dort in einem speziellen Kasten brennen lassen, damit die Kapelle nicht zu schnell «verräuchert» wird.

Die Orgel und ihre Geschichte
1610 Anfangs des 17. Jahrhunderts gab es bereits eine Orgel in dieser Kapelle.
1825 Bau einer neuen Orgel durch Valentin Rinckenbach, Tann (F).
1874 Die Orgel wurde ursprünglich von Valentin Rinckenbach für das Kloster Rathausen gebaut, kam dann ins Seminar Hitzkirch und wurde von Friedrich Goll, Luzern, hierher versetzt.
1946 Bau einer neuen Orgel durch Cäcilia (A. Frey) AG, Luzern, mit 13 Registern auf 2 Manualen und Pedal. Beim Neubau der Orgel wurden die Hauptwindlade und das Gehäuse von Rinckenbach restauriert und übernommen. Dabei konnten die originalen Trakturverhältnisse (einarmige, hängende Traktur) ermittelt und die neue Traktur dementsprechend rekonstruiert werden.
1986 Bau einer neuen Orgel durch Orgelbau Graf AG, Sursee, mit 16 Registern auf 2 Manualen und Pedal.
2000Revision durch Orgelbau Graf AG, Sursee.
2017Revision durch Orgelbau Graf AG, Sursee.
Quelle: Orgelverzeichnis Schweiz und Liechtenstein, von Peter Fasler, Hochbergerplatz 1, 4057 Basel

Informationen

Die pastorale Verantwortung für die Kapelle Gormund hat der Kaplan. Er ist für Termine, Reservationen und alle kirchlichen Angelegenheiten zuständig. 

Kaplanei St. Maria Mitleiden

Pfarrer Theodor Zimmermann
Gormund
6025 Neudorf

041 930 13 20
Mail

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage von www.gormund.ch.

Wallfahrtkapelle Maria Mitleiden Gormund
Wallfahrtkapelle Maria Mitleiden Gormund
Wallfahrtkapelle Maria Mitleiden Gormund
Wallfahrtkapelle Maria Mitleiden Gormund
Wallfahrtkapelle Maria Mitleiden Gormund
Wallfahrtkapelle Maria Mitleiden Gormund
Wallfahrtkapelle Maria Mitleiden Gormund
Deckengemälde Wallfahrtkapelle Maria Mitleiden Gormund
Wallfahrtkapelle Maria Mitleiden Gormund
Sonnenuhr auf der Westseite der Wallfahrtkapelle Maria Mitleiden Gormund

Sigristenhaus im Gormund

Anfangs des 18. Jahrhunderts wird ein Sigristenhaus erstmals erwähnt. Auf älteren Fundamenten des heutigen Hauses findet sich das Baudatum 1882. In den Jahren 1920 bis 1981 fanden verschiedene Inn- und Aussenrenovationen statt.

Sigristendienste
Anfangs des 18. Jahunderts entlöhnte das Stift den Sigrist mit Geld, wies im ein kleines Haus, gnügend Holz und einiges Pflanzland zu. Zwischen 1704 – 1749 versahen Waldbrüder den Sigristendienst auf Gormund und von 1524 -1866 sind 19 Sigristen aufgeführt. Die meisten stammten aus Neudorf und einige aus Münster.

Das Sigristenhaus mit seinem «Lädeli»
Frau Ottilie Dolder-Suter erzählte uns, wie sie mit drei Geschwistern im kleinen Sigristenhaus von Gormund aufwuchsen. Ihr Grossvater und ihr Vater bauten neben dem Sigristenhäuschen eine kleine Scheune und kauften noch etwas Land dazu, damit sie zwei bis drei Kühe halten konnten. Die Milch brachten sie auf einem Wägeli in die Käserei Elmenringen. Im Sigristenhaus führte die Mutter ein kleines «Lädeli» mit den notwendigsten Lebensmitteln, Süssigkeiten, Tabakwaren und mit Petrol. Die Münsterer seien jeweils am Pfingstdienstag ins Gormund gekommen. «Noch em Bätte send’s de amig is Lädeli cho chrömle.» Zwei Generationen Suter hatten den Sigristendienst in der Kapelle ausgeübt. Ihr Vater erlebte vier Kapläne. Der Sigrist bekam pro Hochzeit jeweils 2 Franken und fürs Kreuzwegstationen beten 5 Batzen. Nach ihnen zog Edi Bieler mit Familie ins Sakristanenhaus. Er war Sigrist und seine Frau führte das «Lädeli» weiter bis zu ihrem Tod 1972. Über den Ladentisch gingen Teigwaren, Mehl, Zucker, Putzmittel, Seife, Heliomalt.

«Am besten gingen die Süssigkeiten. Bei Prozessionen ins Gormund haben die Kinder immer Zückerli gekauft.»  Ansonsten lief das Geschäft nicht sehr rosig: «Ob jemand bei uns einkaufte oder nicht, war eben eine politische Frage», sagte Edi Bieler. Er aber versah während 42 Jahren bis ins hohe Alter in seiner schwarzen Soutane den Dienst in der Kapelle. Seit 1994 war das Sigristenhaus verwaist.

Sanierung und Erweiterung vom Sigristenhaus
In den Jahren 2015/17  wurden in Zusammenarbeit mit dem Architektenbüro Jäger-Egli, dem stiftungsrat und der kantonalen Denkmalpflege Lösungen zur Sanierung und Erweiterungen des Sigristenhauses erarbeitet.

Am 6. Mai 2018 fand für die breite Öffentlichkeit der Tag der offenen Türe statt. Zur Zeit wohnt eine junge Familie im Sigristenhaus.

Sigristenhaus im Gormund
Sigristenhaus
Edi Bieler Sigrist im Gormund
Soutane von Edi Bieler

Kapelle Wili

Im Weiler Wili steht die kleine Marienkapelle mit einem sechseckigen Zwiebeltürmchen. Das kleine Glöcklein ruft jeweils an den Sonntagabenden im Sommer die Gläubigen zur Abend-andacht zusammen. Nach mündlicher Überlieferung wurde diese Kapelle zum Dank errichtet, weil Wili von der Pest verschont wurde. Das genaue Baujahr ist nicht bekannt. Darin befindet sich ein schlichter, flacher Spätrenaissance-Altar aus der ersten Hälfte oder Mitte des 17. Jahrhunderts.

An der linken Seitenwand in einem Kästchen ist eine Nachbildung des Schweisstuches Jesu zu sehen. Es ist ein Geschenk von Caspar Dali, Gallee, der um 1785 in päpstlichen Diensten stand. In einem Kästchen das Dokument mit Siegel, das er zu diesem Schweisstuch mitgebracht hat.

 «Allen, die dieses vorliegende Schreiben lesen, mache ich kund und bezeuge, dass dieses Bild des Antlitzes unseres Herrn Jesus Christi, Schweisstuch der Veronika genannt, auf ein Seidentuch von weisser Farbe in Höhe und Breite eingeprägt ist. Ehrfürchtig, ist es berührt am echten Schweisstuch, aber auch am lebendigenmachenden Holz des heiligen Kreuzes, das in der genannten Basilika sorgsam aufbewahrt und vom Volk in höchstem Masse verehrt wird».
Zum Zeugnis der Echtheit habe ich dieses Schreiben mit meinem Siegel versehen. Gegeben in meiner Kanzlei am 18. September im Jahre des Herrn 1785 unter dem Pontifikat unseres hochheiligen Papstes Pius VI., im Jahre XI seines Pontifikates.
Johannes Baptista Casparelli

Kapelle im Unterdorf

Im Unterdorf stand ebenfalls einmal eine Kapelle mit einem kleinen Türmchen und einer Glocke, wie ein altes Foto zeigt. Wann genau und von wem diese Kapelle gebaut wurde, ist nicht bekannt.
Wahrscheinlich war sie dem hl. Wendelinus und dem hl. Karolus geweiht. Ihre Bilder auf Holztafeln gemalt, befanden sich am kleinen Flügelaltar und tragen die Jahrzahl 1751. Da die Kapelle baufällig wurde, hat man sie abgebrochen und am Weg vor dem ehemaligen «Kathrinerhus» ein kleineres Kapellchen errichtet. Aber auch dieses wurde mit der Zeit baufällig und musste abgebrochen werden. Familie Erni vom Unterdorf liess später einen Wendelin-Bildstock an der Kantonsstrasse errichten, der heute noch dort steht.

Wendelin-Bildstock im Unterdorf Neudorf

Wegkreuz – Weierhus

«1654 am 21. November am Feste Maria Opferung ging Leutpriester Jost Hofer pflichtgemäss nach der Kapelle Gormund, um Beichte zu hören. Dieseits des Weierhofes wurde Hofer vom Tode ereilt. Seine Erben liessen an der Todestätte ein steinernes Kreuz errichten und vergabten 15 Gld., dass aus dessen Zinsen das Kreuz erhalten werde. Das Kreuz zerfiel, da die Eisenstangen von Dieben ausgehoben wurden. Die Besitzer des Hofes Weierhus liessen nachher r ein Holzkreuz an der Landstrasse  nach Gormund errichtet».

Wegkreuz – Kreuzacher

Im Jahre 1637 stiftet der ehemalige Leutpriester Leodegar von Meggen „zur grösseren Ehre Gottes und der hl. Agatha und des hl. Theoduls» am Fusswege nach Münster ein Feldkreuz sammt einer Jahrzeit mit 55 Gld. Zur Unterhaltung des Kreuzes sollen jährlich 30 Sch. dienen. Dem Kirchmeier Hans Hüsler sollen 8 Sch. werden, damit er an der Fronleichnamsprozession bei diesem Kreuz einen Altar errichte, damit dort eines der Evangelien gelesen werde.“

Das Kreuz steht heute gegenüber vom Hof Sandweid oberhalb vom Strässchen nach Beromünster.

Wegkreuz – Kantonsstrasse

Das Kreuz steht an der Kantonsstrasse  gegenüber vom Luzernhof. Vermutlich wurde dieses Holzkreuz 1845 nach Fertigstellung der neuen Kantonsstrasse Hildisrieden -  Beromünster aufgestellt. Gesichert ist diese Aussage aber nicht. Die neue Linienführung der Strasse von Beromünster nach Neudorf führte durch das sumpfige Moos. Über die sumpfige Strassenunterlage legte man kreuzweise Ruten, statt zu pfählen. Anschliessend wurde der Damm aufgeschüttet.