Bittgänge im Pastoralraum

Bittgänge im Pastoralraum

Ein Kirchenjahr ohne Bittgänge im Pastoralraum Michelsamt

Nicht nur die grösste Bittprozession im Michelsamt, der feierliche Umritt an Christi Himmelfahrt, auch die anderen kleineren und grösseren Bittgänge können dieses Jahr wegen der Coronapandemie nicht stattfinden.

Seit vielen Jahrhunderten gibt’s in unseren Pfarreien die Tradition der Flurprozessionen zu anderen Dorfkirchen, Kapellen und Wegkreuze. Früher hiessen sie „Kreuzgänge“, da der Sakristan oder ein Ministrant das Prozessionskreuz vor den Gläubigen her trug.

Entstanden sind Bitt- oder Kreuzgänge aus grossen Notsituationen vieler Menschen. Lang andauernde Nässe oder Trockenheit im Frühling, Sommer mit grossen Ernteausfällen und daraus folgenden Hungerjahren, Pestzeiten und Viehseuchen, Kriegsgefahren sowie andere existenzielle Nöte waren Grund und Ursprung dieser öffentlichen religiösen Glaubenszeugnisse. Man setzte im Gebet Hoffnung auf Segen für Feldfrüchte und Ernte, auf den Erhalt der Gesundheit der Menschen und Nutztiere, sowie vor der Verschonung vor Feuersbrünsten und anderen Gefahren.

Im 17. und 18. Jahrhundert wurden im Kanton Luzern als Folge katastrophaler Ernteausfälle die vielen Bittgänge eingeführt. Zusätzlich wurden die Gläubigen an bestimmten Sonntagen zu zehnstündigen Gebetszeiten aufgerufen. Mich erstaunt es, dass dies zum Teil auf Befehl der Luzerner Regierung verordnet wurde.

Als im letzten Jahrhundert die Nahrungssicherheit und der Wohlstand vieler Gläubiger zunahmen und die Lebenserwartung durch medizinische Fortschritte anstieg, schwand das Interesse an Bittprozessionen. Trotz weniger TeilnehmerInnen konnten wir die Traditionen der Bittgänge bis anhin in unseren Pfarreien aufrechterhalten.

Das Pastoralteam hofft, im nächsten Jahr wiederum gemeinsam mit vielen Gläubigen betend in Gottes Natur unterwegs zu sein. Sicher haben wir dann allen Grund, Gott für die Überwindung der Coronakrise zu danken und ihn um Bewahrung vor weiteren Pandemien und anderen Gefahrene zu bitten.

Pater Bruno Oegerli, leitender Priester

Kurzbeschreibung der Bittgänge im Pastoralraum

Pfarrei Rickenbach 
Die Pfarrei Rickenbach lädt einmal jährlich, meist im Frühsommer, zur Flurprozession auf den Buttenberg ein. Beim Jerusalemer Kreuz wird ein Gottesdienst gefeiert. Anschliessend besteht die Möglichkeit zu anregenden Gesprächen, einer Grillwurst und Getränken.

Pfarrei Pfeffikon
Im Monat Mai treffen sich die Pfeffiker Pfarreiangehörigen anstelle einer Bittprozession zum Flurgottesdienst in Maihusen. Danach laden einige Bauernfamilien die Gläubigen grosszügig zu einem „Umtrunk“ auf ihre Höfe ein.

Pfarrei Schwarzenbach
Einige Gläubigen pilgern betend zur Lüsch, in die Rüti und ins Grüt. Bei Wegkreuzen gibt es kurze, besinnliche Impulse.

Pfarrei St. Stephan und St. Michael Beromünster
Anschliessend an den ersten Gottesdienst in der Mooskapelle Anfang Mai, begehen die Gläubigen eine Bittprozession durchs Bürgermoos. Vor dem Fest Christi Himmelfahrt werden zwei kurze Prozessionen im Kreuzgang des Stifts St. Michael von den Chorherren abgehalten. 
Am Mittwoch vor Christi Himmelfahrt treffen sich die Schulkinder von Beromünster und Gunzwil mit ihren LerhrerInnen, den Chorherren und einigen älteren Gläubigen zum Bittgang über die Schanz. In der Nähe des Reitplatzes werden religiöse Lieder gesungen. Danach gehen alle schweigend weiter zum Kreuz auf der Schanz. Dort wird gemeinsam das Vater unser gebetet und gesungen. Nach Altersstufen getrennt feiern anschliessend die Schulkinder im Pfarreiheim oder in der Pfarrkirche einen Gottesdienst.

Am Dienstag nach Pfingsten führt eine Bittprozession in die Kapelle Grüt. Mit dabei sind die Firmlinge. Nach dem Gottesdient sind die Gläubigen von den Familien der nahen Bauernhöfe zum Frühstück eingeladen. Die Firmlinge werden bei der Kapelle verpflegt und gehen zurück in den Schulunterricht.

Aktuell

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Familiengottesdienst zum Schulanfang mit Schulthekensegnung

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Erstkommunion & Firmungen 2020

Einladung zum Gottesdienst

Was bedeutet Kirche den Menschen im Kanton Luzern?

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