FrauenKirchenStreik 2019

FrauenKirchenStreik 2019

Bereits die biblischen Hebammen Pua und Schifra haben es getan und sich dem Befehl zum Töten widersetzt. Die alttestamentliche Rizpa hat es getan und monatelang wortlos auf einem Felsen an die Würde ihrer ermordeten Söhne erinnert. Die Wasserträgerin hat es getan und ihre Krüge beim Rabbi am Jakobsbrunnen stehen lassen. Die Frauen von Athen und Sparta haben es getan und sich ihren kriegerischen Männern so lange verweigert, bis endlich Friede zwischen den beiden Städten verkündet wurde. Weberinnen haben es getan, Stickerinnen und Strickerinnen, Zigarrenmacherinnen und Heimarbeiterinnen, Hausfrauen, Krankenschwestern, Schülerinnen. Schulter an Schulter sind sie auf die Strassen gegangen, haben sie sich auf die Böden gesetzt, haben nichts mehr gegessen, haben auf ihre Kochtöpfe gehämmert, Besen geschultert und rosa Wollmützen getragen, ihre Arbeit nieder- und ihre Fabriken lahmgelegt, weil sie zu wenig zum Leben hatten für sich und ihre Kinder, weil sie nichts zu sagen hatten, weil ihre Löhne erbärmlich und ihre Lebensbedingungen unwürdig waren. Und weil sie – immer noch – vorgegebenen Bildern entsprechen müssen, alleine für die unbezahlte Sorgearbeit zuständig sind, keine Anerkennung erfahren und wollen, dass nicht länger der Profit der einen, sondern das Wohl aller in der Mitte jeden Wirtschaftens steht.

An diesem Wochenende stellen sich auch Kirchenfrauen in die lange Tradition des Streikens, weil Frauen heute zwar als Herzchirurginnen oder Konzernchefinnen tätig oder gar als Astronautinnen zum Mond fliegen können, aber als katholische Seelsorgerinnen immer noch nicht den Menschen, die sie bis an die Grenze des Todes begleiten, die Krankensalbung spenden dürfen. Weil sie allein aufgrund ihres Geschlechts immer noch abgewertet und ausgeschlossen werden. Und weil die Kirche immer noch von Frauen getragen und von Männern geführt wird und die Ungleichheit nicht bloss in ihren Strukturen, sondern gar in ihrem «Recht» grundgelegt ist.

Mit Geduld werden wir die Verhältnisse des Unrechts nicht verändern und erst recht nicht beseitigen, das haben wir über die Jahrzehnte und Jahrhunderte hinweg erfahren und gelernt. Darum wollen wir uns sichtbar und hörbar machen und heute laut sagen: «Gleichberechtigung. Punkt. Amen!» Und wir wollen uns – auch im Blick auf eine Maria von Magdala, die Apostola apostolorum, und andere machtvolle Frauen der Schrift und der Kirchengeschichte – nicht mehr einfach zufrieden geben, wollen nicht mehr alles schlucken, nicht mehr alles ertragen, nicht mehr alles machen, was sie uns sagen, und uns endlich für einiges und einige auch zu gut sein!

Und wir wollen und werden daran festhalten, dass eine andere Kirche und eine andere Welt möglich und wir mächtig sind, wenn wir denn viele sind! Im Vertrauen darauf und im Glauben daran, dass Gott nicht allein an der Seite der beiden Geburtshelferinnen und der trauernden Mutter gestanden ist, die ihr Nein gewagt haben, sondern dass Gott an der Seite aller steht, die das Unrecht erleiden und das Recht erstreiten.
Jaqueline Keune

https://www.frauenbund.ch/was-...

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